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Liebe Leserinnen und Leser, 

es ist ein Armutszeugnis für die Vereinten Nationen. 1991 wurde ihnen die Aufgabe übertragen, die Bewohner*innen der von Marokko besetzten Westsahara per Referendum über ihre Zukunft entscheiden zu lassen und für einen gerechten Frieden zu sorgen. Heute sind die Konfliktparteien Marokko und die Frente Polisario wieder im Krieg.

Zu Recht fragen sich die Sahrauis im besetzten Gebiet und in den Flüchtlingslagern, was die UNO in den vergangenen 30 Jahren eigentlich gemacht hat. Wozu das viele Geld für die Institutionen vor Ort? Der aktuelle Generalsekretär, António Guterres, hatte es nicht einmal geschafft, nach dem Ausscheiden des letzten Sondergesandten für die Westsahara vor 1,5 Jahren, einen neuen zu bestellen.

Der letzte, Horst Köhler, hatte die Gespräche zwischen Marokko und der Frente Polisario immerhin in Gang gebracht und angemahnt, den Sahrauis endlich Erfolge zu präsentieren. Sonst, so Köhler, sei für sie nicht mehr nachvollziehbar, warum sie an dem 1991 ausgehandelten Waffenstillstand mit Marokko festhalten sollen.

Dieser Waffenstillstand ist seit dem 13.11.2020 passé und - so pervers ist die Welt - der letzte ungelöste und jahrelang vergessene Kolonialkonflikt Afrikas hat es immerhin wieder in die Schlagzeilen der Presse geschafft. Doch die Situation ist gefährlich und jede*r Tote*r, den der aktuelle Waffengang zwischen Marokko und der Polisario fordert, ist eine*r zu viel. Wir appellieren daher an die UNO, alles Erdenkliche zu tun, um diesen fatalen Krieg zu beenden. Vor allem muss geschehen, was den Sahrauis mit dem Waffenstillstand von 1991 versprochen wurde: Sie müssen endlich in einem Volksentscheid über ihre staatliche Zukunft abstimmen dürfen.

Beteiligen Sie sich an unserer E-Mail-Aktion, schreiben Sie an die UNO: 

P.S.: Dass Donald Trump aktuell, kurz vor seinem Ausscheiden aus dem US-Präsidentenamt, Marokko die Souveränität über die besetzte Westsahara zuschanzen will, ist vermutlich nicht mehr als ein skurriles Detail. Denn es scheint, als würde er mit diesem Schachzug ins Leere laufen. Selbst führende Republikaner*innen inklusive der Vorsitzende des Außenausschusses des Repräsentantenhauses haben sich offen von dessen Position distanziert. Das gleiche gilt für den UNO-Generalsekretar, die EU und sämtliche europäische Länder: Ihre Position zum Konflikt um die Westsahara ist unverändert. „Wir setzen uns für eine von den Vereinten Nationen vermittelte gerechte, dauerhafte und für alle Seiten annehmbare politische Lösung ein“, so z.B. der Wortlaut in der Presseerklärung des Auswärtigen Amtes vom 11.12.2020.

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