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Liebe Leser*innen,  

noch Anfang Januar, als Europa gerade den Höhepunkt der zweiten Coronawelle erlebte, glänzte Indien mit geringen Fallzahlen und einer vergleichsweise geringen Zahl von Coronatoten. Indiens Premier Modi inszenierte sich selbstgefällig als guter Pandemie-Manager und organisierte sogar Massenveranstaltungen zu Regionalwahlen.

Mittlerweile dürfte der Stolz des Premiers verflogen sein. Denn Indien wird gerade von seiner zweiten Coronawelle überrollt. In ihr zeigt sich drastisch das Totalversagen der Gesundheitspolitik. Indien beheimatet mit dem Serum Institute of India zwar den weltweit größten Hersteller von Impfstoffen und verfügt in seinen Großstädten über modernste Privatkliniken. Es leistete sich allerdings auch, den öffentlichen Gesundheitssektor durch jahrelange Unterfinanzierung immer mehr verkommen zu lassen.

Die drastischen Engpässe bei der medizinischen Versorgung von Codid19-Kranken haben die stolze Nation Indien nun dazu gebracht, in großem Maßstab Hilfe aus dem Ausland anzunehmen. Deutschland z.B. lieferte Produktionsanlagen von Sauerstoff, die in Modis „Boomland“ fehlen.

Aus der Perspektive einer gerechteren Welt sei hier aber auch an die Initiative Indiens zur vorübergehenden Aufhebung des Patentschutzes für Impfstoffe erinnert. Die zusammen mit Südafrika bei der WTO beantragte Lockerung der TRIPS-Bestimmungen soll alle Süd-Länder, die über entsprechende Produktionskapazitäten verfügen, zur Eigenproduktion von Impfstoffen befähigen. Die Welt käme damit schneller und in gerecht verteiltem Tempo ans Ende der Pandemie.

Doch Europa und andere OECD-Länder blockieren bislang, um ihre Pharmaunternehmen und deren Milliardengewinne zu schützen. Erfreulicherweise hat die USA jetzt einen Schwenk vollzogen und unterstützt die Patentaussetzung. Nun ist es an der EU, zu zeigen, wie ernst sie es mit der Gesundheit von Milliarden Menschen weltweit meint.

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