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Eine kämpferisches Gruppenfoto mit ca 15 jungen Personen

Liebe Leser:innen,

Solidarität ist unser höchstes Gut – sie bedeutet Mitgefühl und Haltung und den Mut, sich gegen Ungerechtigkeit zu positionieren. In der Westsahara, einem vorwiegend aus Wüste bestehenden Land an der Westküste Afrikas, leben die Sahrauis – auf einem Gebiet, das reich an wichtigen Rohstoffen, wie Phosphor, Windkraft und Fischbeständen ist.

Oder besser gesagt lebten: Denn nach dem Abzug der Kolonialmacht Spanien vor 50 Jahren marschierte Marokko in die Westsahara ein (der sogenannte „Grüne Marsch). Hunderttausende Sahrauis wurden vertrieben, Dörfer bombardiert und Napalm eingesetzt – ein klarer Verstoß gegen das Völkerrecht. Doch bis heute bleibt die Besatzung bestehen. Mit Frankreich und den USA als „Schutzmächten“ konnte die UN keinen Druck gegen Marokko aufbauen, um das Völkerrecht durchzusetzen.

Zwei Frauen umarmen sich im Wald

Seit 2007 liegt ein „Autonomieplan“ Marokkos vor, der die Souveränität über die annektierte Westsahara festschreibt. Wer mit Marokko zu Wirtschaftsabkommen oder Migrationsabwehr ins Gespräch kommen will, muss folgende Formel predigen: „Der marokkanische Autonomieplan ist die ernsthafteste, glaubwürdigste und realistischste Lösung des Westsaharakonflikts.“

Dieser Formel folgten nach und nach die USA und immer mehr europäische Länder. Jetzt, 50 Jahre später, erklärt der Sicherheitsrat auf Druck der USA den marokkanischen Autonomieplan zur „realistischsten Lösung“. Damit wird das Völkerrecht geopfert – zugunsten wirtschaftlicher und politischer Interessen.

Zwei Frauen umarmen sich im Wald

Solidarität ist unser höchstes Gut – wir sagen: Das Völkerrecht ist unteilbar. Während Marokko die Resolution als Quasi-Legalisierung der völkerrechtswidrigen Besatzung feiert, stehen wir entschieden an der Seite der Sahrauis – für ihre Freiheit und ihr Recht auf Selbstbestimmung. Gemeinsam mit dem Netzwerk Westsahara fordern wir den deutschen Außenminister in einer Petition dazu auf, sich in der Westsahara-Frage eindeutig auf die Seite des Völkerrechts zu positionieren.
Unterzeichnen Sie unsere Petition und solidarisieren Sie sich mit dem Kampf der Sahrauis!

Die Geschichte wird von den Siegern erzählt? Auch dem wollen wir etwas entgegensetzen. Deshalb möchten wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, das Zine „Widerworte“ ans Herz legen. Die Herausgeberinnen Alida Koos und Maria Klenner geben sahrauische Stimmen aus den besetzten Gebieten, den Flüchtlingscamps und aus dem Exil eine Plattform. So entsteht eine Geschichte des Widerstands und der Solidarität gegen das Unrecht in der Westsahara.

Mit solidarischen Grüßen

Ihr ASW-Newsletterteam

50 Jahre Besatzung und Plünderung der Westsahara – Völkerrecht endlich respektieren!
Sahrauis bei einer Demo

Vor genau 50 Jahren begannen marokkanische Truppen und Siedler:innen die Westsahara völkerrechtswidrig zu besetzen und den Widerstand, organisiert durch die Unabhängigkeitsbewegung POLISARIO, gewaltsam niederzuschlagen. Seit dem Waffenstillstand 1991 sabotiert Marokko ein dort vereinbartes demokratisches Referendum und vertritt zudem seit 2007 ausschließlich die Position, der Westsahara einen Autonomiestatus unter marokkanischer Vorherrschaft zu gewähren.

Unterstützen Sie den Kampf der Sahrauis um ihr Selbstbestimmungsrecht!

WIDERWORTE ist erschienen!
Zwei Frauen umarmen sich im Wald

WIDERWORTE ist ein Zine über sahrauischen Widerstand gegen koloniale Besatzung – mit Stimmen aus den besetzten Gebieten, den sahrauischen Camps in Algerien und der Diaspora.

22 Beiträge. 4 Kapitel. Ein Anfang. 

132 Seiten, 15€ (zzgl. Versand), ab sofort bei uns bestellbar!

 
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