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Eine kämpferisches Gruppenfoto mit ca 15 jungen Personen

Liebe Leser:innen,

Nach der turbulenten COP30 kehrte bei unseren brasilianischen Partnern nur für kurze Zeit etwas Ruhe ein – nun rückt die Region erneut in den Fokus wachsender Konflikte: Am Tapajós, dem größten Nebenfluss des Amazonas, treiben Baggerarbeiten die Vertiefung des Flusses voran, um ihn für riesige Soja-Transportschiffe befahrbar zu machen.
Aus Sorge vor immenser Umweltverschmutzung und der fortschreitenden Privatisierung ihres Lebensraums stellen sich zahlreiche indigene Gemeinschaften den wirtschaftlichen Interessen der Agrarkonzerne und der brasilianischen Regierung entgegen. Seit vier Wochen blockieren sie die Zufahrt zu einem Soja-Terminal des Unternehmens Cargill im Hafen von Santarém am Tapajós. Die Besetzung begann mit rund 150 Menschen und ist inzwischen auf über 1.000 angewachsen. 

Pressekonferenz mit 10 Menschen

Trotz heftiger Regenfälle, Stürme, großer Hitze und prekärer Bedingungen halten die Protestierenden ihren Widerstand aufrecht – sichtbar und entschlossen. Zahlreiche Banner wehen im Wind, es finden Demonstrationen, Tänze, Mahnwachen und Versammlungen statt. Auch der Flughafen und andere Verkehrsknotenpunkte der Stadt wurden zeitweise besetzt, um den Forderungen zusätzlich Nachdruck zu verleihen.

Pressekonferenz mit 10 Menschen

Zwar konnten die Baggerarbeiten durch die Proteste vorerst gestoppt werden, doch die Aktivist:innen warten weiterhin entschlossen auf ein Gespräch mit der brasilianischen Regierung, um über ihre zentralen Forderungen zu verhandeln.

Was die Proteste konkret ausgelöst hat und weshalb sie Teil einer weitaus größeren Bewegung gegen die Umgestaltung des Amazonasgebiets sind, erfahren Sie in unserem ausführlichen Hintergrundartikel.

Mit solidarischen Grüßen

Ihr ASW-Newsletterteam

Wissen als Waffe: Unsere Partner stärken lokale Gruppen
Zwei Frauen umarmen sich im Wald

Viele unserer brasilianischen Projektpartner engagieren sich in der Amazonasregion und im Cerrado für den Schutz der Umwelt – gegen Monokulturen, Abholzung, illegalen Goldabbau, Privatisierung und die Ausweitung der Exportindustrie. Einer von ihnen ist die „Grupo de Defesa da Amazônia“ (GDA).
Zivilgesellschaftliche Gruppen vor Ort stehen den zahlreichen Bedrohungen durch Infrastrukturprojekte oft überfordert gegenüber und sind nicht ausreichend über ihre Rechte und bestehende Schutzinstrumente informiert. Genau hier setzt GDA an: Mit unserer Unterstützung schult die Organisation lokale Führungspersonen, bereitet Erfahrungen praxisnah auf und stärkt Basisorganisationen in ihrer Handlungsfähigkeit.

So entstehen konkrete Werkzeuge, mit denen Rechte wirksam verteidigt, ehrenamtliches Engagement gebündelt und gemeinsame Aktionen für den Schutz von Menschenrechten und Umwelt geplant und umgesetzt werden können.

 
Wir sind umgezogen!
Zwei Frauen umarmen sich im Wald

Nach über 15 Jahren in Berlin-Schöneberg haben wir unsere Kisten gepackt: Das ASW-Büro ist umgezogen – Sie finden uns nun am Nöldnerplatz in Berlin-Lichtenberg! 250 Kisten, 900 Ordner, zahlreiche Erinnerungen und Staubwolken inklusive – und ein Januar voller Trubel für das ganze Team. Nun sind die Arbeitsplätze eingerichtet, die Kaffeemaschine läuft und wir freuen uns darauf, den neuen Kiez zu entdecken und unsere Projekte hier mit frischem Schwung fortzuführen!

 
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