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Eine indische Frau trägt eine Schüssel Wasser auf dem Kopf

Liebe Leser:innen,

Der Weltwassertag der Vereinten Nationen am 22. März stand in diesem Jahr unter dem Motto  „Where water flows, equality grows“. Damit rückt das Thema Gleichberechtigung in den Mittelpunkt. Hintergrund ist die wachsende Sorge vor einem drohenden „Wasserbankrott“. Wenn die weltweiten Süßwasserreserven weiter schwinden, wären davon vor allem Frauen und Mädchen betroffen. Der Tag macht deshalb deutlich, wie eng der Zugang zu Wasser mit Chancengleichheit verbunden ist.

Weltweit leiden Frauen und Mädchen weiterhin besonders stark unter den Folgen von Wassermangel, Verschmutzung und fehlendem Zugang zu sauberen Wasserquellen. In rund 70 Prozent der Haushalte ohne Wasseranschluss sind sie es, die täglich Wasser holen müssen. Diese Aufgabe kostet Zeit und Kraft – die dann für Schule, Gesundheit oder gesellschaftliche Teilhabe fehlt. Eine fehlende oder unsichere Wasserinfrastruktur verringert zudem die Produktivität, erschwert die Landwirtschaft und das Handwerk und hält viele Gemeinden in einem Kreislauf der Armut gefangen. Wenn durch Wassermangel oder Verschmutzung Krankheiten zunehmen oder Kinder häufiger sterben, tragen Frauen meist die Hauptlast der Pflegearbeit.

Dort, wo Wasser gesichert ist, verändert sich vieles. Frauen können ihre Familien besser versorgen, ein eigenes Einkommen aufbauen und ihre Stimme stärker einbringen. Wasser wird so zu einem Schlüssel für mehr Gleichberechtigung – das zeigt auch die Erfahrung aus unserer Projektarbeit.

Zwei Frauen lachen

Doch diese Fortschritte sind fragil. Immer wieder geraten Lebensgrundlagen unter Druck – beispielsweise dann, wenn wirtschaftliche Interessen über den Schutz von Natur und Menschen gestellt werden. Großflächige Verschmutzung der Wasserressourcen, Privatisierungen oder die Zerstörung der Wasserwege durch Staudämme verschärfen die Situation und bringen Frauen und Mädchen in eine existenzbedrohende Notlage. Deshalb kämpfen weltweit Frauen an vorderster Front für den Erhalt und den Zugang zu Wasserressourcen.

Ein aktuelles Beispiel dafür sind die von Frauen angeführten Proteste am Xingu-Fluss im brasilianischen Amazonasgebiet. Sie stellen sich mit der Besetzung der Indigenenschutzbehörde FUNAI dem größten Goldminenprojekt des Landes entgegen. 

Frauenproteste in der Region am Xingu-Fluss
Foto: MMIMX

Was die Frauen zum Protest bewegt hat und welche verherrenden ökologischen Folgen dieses Projekt für das Amazonasgebiet haben könnte – erfahren Sie in unserem aktuellen Beitrag: 

Ihr Engagement zeigt: Frauen sind nicht nur von Ungleichheit betroffen, sondern sie sind auch treibende Kräfte für Veränderung.

Mit Ihrer Unterstützung können wir Frauen weltweit dabei stärken, Zugang zu Wasser zu sichern, ihre Rechte einzufordern und ihre Zukunft selbst zu gestalten.

Mit solidarischen Grüßen

Ihr ASW-Newsletterteam

Xingu Vivo Para Sempre – „Xingu für immer lebendig“
Vier Frauen bei einer Präsentation

Die Bewegung Movimento Xingu Vivo Para Sempre setzt sich seit 2008 für den Schutz des Xingu-Flusses im brasilianischen Amazonas ein und koordiniert den Protest indigener Gemeinschaften und Flussanwohner:innen – zuerst gegen den Bau des Belo-Monte-Staudamms und aktuell gegen die Inbetriebnahme einer riesigen Goldmine, die den Fluss weiter bedrohen würde.

 
Save the Date: Wir öffnen unsere Türen –
in neuen Räumen
Foto eines Hauses mit vielen Fenstern
Wir laden Sie herzlich zum Tag der offenen Tür am 6. Mai 2026 in Berlin ein! Ab 16 Uhr öffnen wir unsere Türen und freuen uns darauf, Ihnen unsere neuen Büroräume zu zeigen. Lernen Sie unser Team kennen, erfahren Sie mehr über unsere Arbeit und unsere Partnerorganisationen.
Wir freuen uns auf inspirierende Begegnungen, spannende Gespräche und anregenden Austausch. Das detaillierte Programm veröffentlichen wir in Kürze auf unserer Website und im nächsten Newsletter. Sie möchten dabei sein? Melden Sie sich per E-Mail bei unserem Kollegen Marek Burmeister (marek.burmeister@aswnet.de) an.

Wo: Büro der Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt, Lückstr. 72/73, 10317 Berlin
Wann: 6. Mai 2026, 16-19 Uhr
 
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