Newsletter - Für bessere Smartphonedarstellung klicken Sie hier:
Eine Gruppe von ca 15 Frauen aus Burkina Faso vor einem Haus mit kraftvollem Blick und erhobenen Armen

Liebe Leser:innen,

obwohl sich die Lage dort dramatisch verschärft hat, ist Burkina Faso in den letzten Jahren zunehmend aus dem öffentlichen Blick geraten. Seit September 2022 wird das Land von einer Militärregierung geführt. Zusammen mit Niger und Mali bildet es die Allianz der Sahel-Staaten, die zum grenzüberschreitenden Kampf gegen islamistische Gruppen gegründet wurde. Alle drei Staaten sind aus der ECOWAS (der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten) ausgetreten und haben die französische Armee vertrieben.

Die Politik von Kapitän Ibrahim Traoré wurde von vielen Burkinabè zunächst als Schritt in Richtung wirtschaftlicher Unabhängigkeit und Entkolonialisierung bejubelt. Traoré wurde sogar schon als Wiedergänger des legendären Thomas Sankara gesehen. Der burkinische Nationalheld Sankara gilt als Symbol für Panafrikanismus und die Abkehr von neokolonialen Strukturen.

Doch trotz einiger Maßnahmen der Regierung, beispielsweise zur Rückgewinnung der Kontrolle über die natürlichen Ressourcen des Landes, hat sich die wirtschaftliche und politische Situation verschlechtert. Gewalt und Militarisierung prägen den Alltag, islamistische Gruppen kontrollieren fast das ganze Land. Kritische zivilgesellschaftliche Stimmen werden von der Regierung mundtot gemacht – zuletzt durch die Auflösung von 118 NGOs. Mehr als zwei Millionen Menschen in Burkina Faso gelten als Binnenvertriebene. Das Land gehört immer noch zu den zehn ärmsten Ländern der Welt.

Eine Gruppe Menschen, hauptsächlich Männer, sitzt beisammen

Zunehmende Einschränkungen des zivilgesellschaftlichen Raums erschweren die Arbeit unserer Partnerorganisationen vor Ort erheblich. Gerade in dieser Situation ist internationale Solidarität jedoch unverzichtbar. Denn unsere Partner sind unter schwierigsten Bedingungen präsent und unterstützen die Bevölkerung, damit sie ihre Rechte geltend machen kann.

Durch die wertvolle Arbeit unseres Partners der Organisation Démocratique de la Jeunesse (ODJ) entstehen Räume für Dialog und Solidarität, die andernfalls kaum noch existieren würden. Mehr dazu können Sie in unserem aktuellen Beitrag über die Arbeit von ODJ lesen. Auch unsere beiden anderen Partnerorganisationen, SOS Energie und APFG, leisten einen entscheidenden Beitrag: Sie stärken lokale Frauengruppen, fördern nachhaltige Einkommensmöglichkeiten und unterstützen Gemeinden dabei, ihre Energie- und Ernährungssouveränität zu sichern.

8 Frauen stehen gebückt auf dem Acker und ernten
Die Menschen in Burkina Faso sind heute mehr denn je auf externe Hilfe angewiesen. Wir werden sie auch in Zukunft bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen – und hoffen dabei auf die Solidarität vieler Menschen in Deutschland, damit die Menschen in Burkina Faso trotz aller Widrigkeiten Perspektiven, Handlungsspielräume und Hoffnung behalten.

Mit solidarischen Grüßen

Ihr ASW-Newsletterteam

Demokratische Basisarbeit in Burkina Faso: ODJ stärkt Stimmen vor Ort
An der Wand steht in roten Buchstaben und mit gelbem Stern ODJ, darüber wächst leicht Efeu

Trotz der tiefen Krise, in der Burkina Faso steckt, gelingt es der Jugendorganisation ODJ, Räume für Engagement, Mitbestimmung und Netzwerke offen zu halten. Mit lokaler Basisarbeit und politischer Advocacy stärkt sie die Stimmen junger Menschen – trotz wachsender Repressionen. Ein gemeinsames Projekt mit der ASW zeigt: Veränderung bleibt möglich, selbst unter schwierigsten Bedingungen.

ASW lädt zum Tag der offenen Tür
Filmposter. Eine junge Frau bemalt sich das Geischt, im Hintergrund Wald. Daneben der Schriftzug: Katô: Dreams of Dark Earth“

Wir sind neu im Kiez und öffnen die Türen unserer Geschäftsstelle in Berlin. Wir möchten Ihnen zeigen, welche Partner wir aktuell unterstützen, wer bei der ASW arbeitet und wie unsere Partner weltweit für eine gerechtere Welt aktiv sind. Ein besonderes Highlight des Abends: die Dokumentation „Katô: Dreams of Dark Earth“ über das indigene Volk der Munduruku im Amazonasgebiet. Ein eindrücklicher Film über Widerstand, Selbstbestimmung und den Schutz von Natur und Kultur. 

Wir freuen uns Sie persönlich kennenzulernen!

6. Mai 2026 · 16 Uhr bis 19:00 Uhr · ASW e.V., Lückstr. 72/32, 10317 Berlin, 3. Stock

 
Unser neues SW-Magazin ist da!
Eine junge indische Frau spült an einer Wasserstelle. NEben hier stehen Hühner und leere Wasserkanister

Diese Ausgabe des Magazins Solidarische Welt dreht sich um die Grundlage allen Lebens: Wasser. Im Magazin lesen Sie von unserem Spendenprojekt in Indien, wo der Bau von Gemeinschaftsteichen dazu führt, dass Dalit-Gemeinschaften ganzjährig Landwirtschaft betreiben können. Der Leitartikel erzählt davon, wie unsere Partner:innen in Brasilien den Kampf gegen die Begradigung und Ausbaggerung ihrer Lebensgrundlage, des Flusses Tapajós, aufnehmen – und gewinnen.

 
Wie kann ich die ASW unterstützen?
Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird:

Weltnachbarschaft leben - Für eine Welt, die zusammenhält!

Werden Sie Fördermitglied der ASW und unterstützen Sie uns mit Ihrem regelmäßigen Beitrag: