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Zwei indische Frauen stehen Arm in Arm und lächeln

Liebe Leser:innen,

die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt haben uns in den letzten Tagen besonders bewegt. Sie machen uns Angst vor dem Verlust einer demokratischen, vielfältigen Gesellschaft durch autoritäre, rechtsextreme und nationalistische Regierungen. 
Sie werfen die Frage auf, wie es weitergehen soll und was wir jetzt tun können. Wir wissen nicht, wie die Zukunft aussieht. Wer wird dieses Land regieren? Welche politischen Mehrheiten wird es geben? Wofür wird der Staat dann Geld ausgeben? Die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt haben uns vor Augen geführt, wie schnell sich Mehrheiten ändern können. Den Kopf in den Sand zu stecken, ist jedoch keine Option.

In Deutschland formiert sich die Zivilgesellschaft neu: Angesichts zunehmender Bedrohungen für Migrant:innen, Antifaschist:innen und queere Menschen wird über Schutzmaßnahmen diskutiert. Zugleich stehen viele fortschrittliche und vielfältige Projekte auf der Kippe, da ihre Gelder bereits gekürzt wurden und eine Stilllegung absehbar scheint. Auch das bedroht den Zusammenhalt unserer Demokratie.

Diesen Sonntag ist der Tag des Testaments. Angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen möchten wir diesen Tag nutzen, um Sie und andere dazu zu motivieren, über die Gestaltung Ihres Nachlasses nachzudenken: „Wofür stehe ich? Was soll davon bleiben und auch über mein eigenes Leben hinaus wirken?“ 

Zwei junge brasilianische Erwachsene unterhalten sich lachend

Ein Testament ist nichts für "irgendwann", denn wir wissen nicht, wie die Zukunft aussieht. Es kann Ihren Angehörigen Entscheidungen abnehmen, Streit verhindern und dafür sorgen, dass Ihre politische Überzeugung auch dann noch zählt, wenn Sie selbst nicht mehr aktiv dafür kämpfen können.

Wer kein Testament hat und keine erbberechtigten Angehörigen hinterlässt, vererbt sein Vermögen dem Staat. Mit einem Testament können Sie hingegen selbst bestimmen, wem Sie etwas hinterlassen möchten. Verwandten, Freund:innen, Nachbar:innen und einer gemeinnützigen Organisation, deren Arbeit Ihnen wichtig ist, wie der ASW. 

Schreiben Sie jetzt Ihren Nachlass der Solidarität!

Es braucht dafür keine 20 Seiten. Ein Satz kann genügen. Dabei unterstützt Sie der Testamentsgenerator unseres Partners Erblotse. Ihr Nachlass kann mehr sein als das, was Sie hinterlassen. Er kann ein Zeichen dafür sein, wofür Sie stehen

Lassen Sie uns die Hilflosigkeit, die wir alle fühlen nach diesem tragischen Wahlergebnis gemeinsam überwinden. Gehen Sie gemeinsam mit uns diesen Samstag für Solidarität und Menschenrechte in Berlin auf die Straße – oder bei einer der vielen Aktionen für Solidarität und Menschenrechte in Ihrer Nähe. Leiten Sie diese Mail an Freund:innen und Bekannte weiter.

Lassen Sie uns solidarisch an der Seite der Menschen bleiben, die von der kommenden Politik nach den Wahlen besonders bedroht sind.

Mit solidarischen Grüßen

Ihr Tobias Zollenkopf

Weltstadt mit Haltung – Klare Kante gegen Rechts!
pinker Stern mit dem Text: Zeit, dass sich was dreht! Sterndemo am 12.09.2026

Wir rufen dazu auf, am kommenden Samstag in Berlin für Solidarität und Demokratie auf die Straße zu gehen! Denn was sich am 20. September bei den Wahlen entscheidet, hat Folgen, die weit über die Stadt hinausreichen. Bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl entscheidet sich, welches Verständnis von Demokratie diese Stadt vertritt: eine Politik der Abschottung und Ausgrenzung oder eine offene Demokratie, die Menschenrechte unabhängig von Herkunft und Staatsangehörigkeit verteidigt. 

12. September 2026,  14-15 Uhr, Kundgebung des BER und Inkota;
Anton-Wilhelm-Amo-Straße/Ecke Friedrichstraße, Berlin.

Danach: Demozug zum Schutz der Demokratie und Menschenrechte, Sterndemo zum Roten Rathaus, 16 Uhr: Abschlusskundgebung.

People – Power – Change: Die Schuldenkrise im Senegal
Drei kämpferische Personen mit erhobenen Armen. Darunter steht "This world is ours!"

Fast vierzig Prozent des senegalesischen Staatshaushalts fließen in Schuldendienste an ausländische Gläubiger. Geld, das für Bildung, Gesundheit und Ernährungssouveränität fehlt. Ein Großteil der Schulden wurde unter der wirtschaftsliberal geprägten Vorgängerregierung aufgenommen, die eng mit dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank zusammengearbeitet hat.

Wie entstehen diese Abhängigkeiten, welche Rolle spielen IWF und Weltbank? Welche Auswege gibt es aus der neokolonialen Schuldenfalle? Stimmen aus dem Senegal berichten aus erster Hand von der aktuellen Schuldenkrise und den Kämpfen um wirtschaftspolitische Souveränität.

Die Veranstaltungen finden digital auf Deutsch und Wolof statt:

Teil I: People – Stimmen aus dem Senegal mit unserem Afrikareferenten Boubacar Diop
Mi., 30.09.2026, 19:00–20:30 Uhr

Teil II: Power – Wer hat die Macht?
Mi., 07.10.2026, 19:00–20:30 Uhr

Teil III: Change – Wege zu Schuldengerechtigkeit
Di., 13.10.2026, 18:00–19:30 Uhr

Die Veranstaltungsreihe findet als Kooperation mit Erlassjahr und FRAPP statt.

 
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